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November 2009
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Archive für 12.11.2009

Lasertravellei - Augenlasern im Ausland?

Die Verlockung, durch eine Augenlaseroperation eine Fehlsichtigkeit, die einen Patienten ein Leben lang begleitet hat, zu beheben, ist groß. Die Betreiber von Augenlaserzentren versprechen potentiellen Interessenten ein Leben ohne Brille und ohne Kontaktlinsen. In einer kostenlosen Informationsveranstaltung werden das Operationsverfahren, das bei der jeweiligen Augenlaserbehandlung vorgesehen ist, genau vorgestellt. Viele Patienten schrecken jedoch vor den hohen Kosten einer Operation im Rahmen der refraktiven Chirurgie zurück. Meist wird für eine Lasik Operation ein vierstelliger Euro-Betrag für jedes Auge veranschlagt. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich generell nicht an den Kosten für Sehhilfen und damit auch nicht für eine Augenlaseroperation.

Gerade Patienten, die auf ihren Geldbeutel achten müssen, werden deshalb hellhörig bei Offerten aus dem Ausland, die als sehr preisgünstig angeboten werden. Zahlreiche Augenkliniken aus dem ost- und dem südosteuropäischen Raum bieten Augenlaseroperationen zu teils erheblich günstigeren Preisen an. Selbst die Kosten für die Reise und eine Übernachtung würden dabei kaum ins Gewicht fallen. Da die Angebote und die interessierten Patienten von einem einmaligen Eingriff ausgehen, der die Fehlsichtigkeit lebenslang korrigiert, stellt das preisgünstige Augenlasern im Ausland auf den ersten Blick eine echte Alternative dar.

Dabei sollten sich potentielle Patienten jedoch unbedingt einige Aspekte genauer ansehen. Die Augenlasertechnik entwickelt sich rasant fort. Die hohen Kosten für eine Femtolasik Operation sind in der kostspieligen Geräteanschaffung begründet. Ein Patient muss sich zuvor genau informieren, auf welche Operationsverfahren und OP-Techniken die ausländischen Kliniken zurückgreifen. Darüber hinaus können auch die besten Operateure niemals ausschließen, dass nicht doch eine Komplikation auftritt. Muss diese vor Ort behandelt werden, kommen mitunter erhebliche Mehrkosten auf den Patienten zu. Darüber hinaus sind Garantieansprüche, die selbstverständlich auch für Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gelten, im Ausland nur schwer durchsetzbar. Schließlich zeigt die Erfahrung mit der refraktiven Chirurgie, dass bei zahlreichen Patienten eine auch noch so sorgfältig vorgenommene Augenlaseroperation zunächst nur einen Teilerfolg realisieren kann. Meist entscheidet sich erst nach zwei oder drei Monaten, ob eine Nachkorrektur operativ vorgenommen werden muss. Ob diese Nachoperation beim Augenlasern im Ausland im ursprünglich vereinbarten Preis enthalten ist und auch eine erneute Anreise rechtfertigt, muss jeder Patient rechtzeitig selbst entscheiden.

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